Was bedeutet Zero Trust?

Zero Trust bricht mit dem klassischen „Castle-and-Moat”-Modell, in dem das LAN als sicher und das Internet als gefährlich galt. Stattdessen wird jeder Request — auch der von einem Mitarbeiter im Büronetz — als potenziell kompromittiert behandelt. Drei Säulen tragen das Modell: Verifikation der Identität (MFA, kontextabhängig), least-privilege Access (Netzsegmentierung, microsegmented), und kontinuierliche Auswertung (Logging, anomaly detection).

In der Praxis heißt Zero Trust nicht „eine Software kaufen”, sondern eine Reihe von Architektur-Entscheidungen umsetzen: separate VLANs je Funktionsbereich, identity-aware Reverse-Proxy für Web-Anwendungen, kein bedingungsloser VPN-Tunnel ins ganze Firmennetz, sondern ZTNA-Konnektoren je Zielanwendung, Just-in-Time-Privilege-Elevation für Admins.

Modern Next implementiert Zero-Trust-Komponenten schrittweise — beginnend mit MFA-Erzwingung, segmentierten Firewalls (OPNsense), Reverse-Proxy für interne Web-Apps, dann Endpoint-Posture-Checks vor Netzwerkzugriff. Das Modell skaliert von 50-MA-Mittelstand bis hin zu mehrstandortigen Industrieumgebungen.

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