Vier Stacks decken zusammen den Microsoft-365-Umfang ab.
M365 vs. Self-hosted Workplace — was sich konkret ändert
| Funktion | Microsoft 365 | Self-hosted Stack |
|---|---|---|
| Office-Dokumente online | Word, Excel, PowerPoint Online | Collabora Online (echte .docx/.xlsx/.pptx-Kompatibilität) |
| Cloud-Storage / Sync | OneDrive (1 TB / User) | Nextcloud (so viel TB wie ihr Disks habt) |
| E-Mail / Kalender | Exchange Online + Outlook | Nextcloud Mail + CalDAV/CardDAV-Sync, Outlook bleibt nutzbar |
| Chat / Channels | Teams | Nextcloud Talk (Channels, 1:1, Files) |
| Video-Konferenz | Teams Meeting | Jitsi (gleicher Funktionsumfang, Browser-only) |
| Passwort-Manager | — (separat: 1Password / LastPass) | Vaultwarden inklusive |
| Remote-Support | — (separat: TeamViewer) | RustDesk inklusive |
| Datenstandort | Microsoft-Cloud weltweit, US-Jurisdiktion möglich | Eure Hardware in Deutschland |
| Lizenzkosten 50 MA / Jahr | ca. 7.700 € (Business Standard) | 0 € pro User; nur Hardware + Wartung |
| Vendor-Lock-in | Hoch (proprietäre Formate, M365-Auth) | Niedrig: Standard-Protokolle (CalDAV, IMAP, WebDAV) |
| DSGVO / Auftragsverarbeitung | komplex (DPF, AVV, Sub-Auftragsverarbeiter) | trivial — alles auf eurer Infrastruktur |
| Mobile-Erfahrung | Top — etablierte Apps | Gut — native Apps für alle vier Stacks |
Wann Self-hosted die richtige Wahl ist — und wann nicht
Migrationsplan in vier Phasen — typisch 9 Monate.
Reale Übersetzung: Bei einem regionalen Energieversorger haben wir innerhalb von sieben Monaten alle 80 Mitarbeitenden von Microsoft 365 auf den Self-hosted Workplace migriert. Backup-RPO von 24 h auf 4 h reduziert, Datensouveränität auf 100 % DE-Rechenzentrum, Mitarbeiter-Akzeptanz nach 4 Monaten bei 78 % „equivalent oder besser". Details: Case Study Energieversorger.
Was wir aus echten M365-Migrationen gelernt haben
- Outlook-Mobile-ActiveSync ist der Hauptstolperstein. Outlook spricht ActiveSync historisch perfekt mit Exchange — bei Stalwart oder anderen IMAP-/CalDAV-Servern braucht es Custom-Plugins für die korrekte Behandlung von Outlook-spezifischen Sondertypen (Verteilerlisten, Gruppen). Kalkuliert hier einen Buffer ein.
- Teams-Workflows ehrlich auseinandernehmen. Nextcloud Talk ersetzt Teams-Channels gut — aber Power-Automate-Flows und SharePoint-Lists-Datenmodelle sind Architektur, nicht Tool. Wer das in den letzten Jahren als zentrale Plattform aufgebaut hat, hat ein Migrations-Projekt vor sich, kein Tooling-Wechsel.
- Mitarbeiter-Akzeptanz ist 60 % der Arbeit. Wer die Schulung in „2 Wochen E-Learning" abhandelt, hat im Cutover ein Problem. Wir investieren absichtlich 6 Wochen in echte Workshops mit Use-Case-Schulungen — die Akzeptanz ab Welle 3 ist signifikant höher.
- Drittanbieter-Integrationen vorab klären. CRM-Connector zu Outlook, ERP-Mail-Workflow, DATEV-Schnittstellen: alles, was an M365 hängt, einmal komplett auflisten und prüfen, ob Self-hosted-Alternativen existieren oder ob Custom-Bridges gebaut werden müssen.
- Backup-Strategie auf Tag eins designen. Nextcloud-Daten gehören in Proxmox Backup Server mit Immutable Storage — siehe unsere Backup-Leistung. Wer das nach dem Cutover macht, hat die ersten Wochen kein brauchbares Restore-Konzept.
Häufige Fragen zur M365-Alternative
30 Minuten Sektor-Check, dann wisst ihr, ob das passt.
Wir hören uns an, was ihr aktuell mit M365 macht, welche Workflows wirklich kritisch sind und welche Mitarbeiter-Erwartungen im Raum stehen. Danach gibt's eine ehrliche Empfehlung — auch wenn die heißt: bleibt bei M365.