4Komponenten · 1 Stack
0 €Lizenz pro User/Monat
100 %Daten in DE-Rechenzentrum
9 Mon.typische Migrationsdauer
Was statt M365

Vier Stacks decken zusammen den Microsoft-365-Umfang ab.

NC
Nextcloud + Collabora
Files, Cloud-Sync, Office-Online (.docx/.xlsx/.pptx), Kalender, Kontakte, Aufgaben, Mail-Frontend, Chat (Talk), Video-Calls 1:1. Native Apps für iOS, Android, Win, Mac, Linux. Ersetzt OneDrive + SharePoint + Outlook-Web + großen Teil von Teams.
VW
Vaultwarden (Bitwarden-kompatibel)
Passwort-Tresor mit Browser-Erweiterungen (Chrome, Firefox, Edge, Safari), Mobile-Apps, 2FA-Token-Storage, Team-Sharing, Audit-Logs. Voll Bitwarden-Client-kompatibel — eure Mitarbeiter benutzen die echte Bitwarden-App, nur euer Server.
JT
Jitsi Meet
Video-Konferenz im Browser, ohne App-Installation. 1:1, Gruppe (bis ~50 Teilnehmer pro Raum), Bildschirm-Teilen, optionale Aufzeichnung, optional Chat-Persistenz via Matrix-Bridge. SIP-Telefon-Einwahl auf Wunsch. Ersetzt Teams-Calls und Zoom.
RD
RustDesk Server
Self-hosted Remote-Desktop, kompatibel zu RustDesk-Clients (Win, Mac, Linux, Android, iOS). Cross-Platform, P2P mit Server als Relay-Fallback. TeamViewer-Funktionsumfang ohne Subscription, Daten bleiben bei euch.
Vergleich

M365 vs. Self-hosted Workplace — was sich konkret ändert

FunktionMicrosoft 365Self-hosted Stack
Office-Dokumente onlineWord, Excel, PowerPoint OnlineCollabora Online (echte .docx/.xlsx/.pptx-Kompatibilität)
Cloud-Storage / SyncOneDrive (1 TB / User)Nextcloud (so viel TB wie ihr Disks habt)
E-Mail / KalenderExchange Online + OutlookNextcloud Mail + CalDAV/CardDAV-Sync, Outlook bleibt nutzbar
Chat / ChannelsTeamsNextcloud Talk (Channels, 1:1, Files)
Video-KonferenzTeams MeetingJitsi (gleicher Funktionsumfang, Browser-only)
Passwort-Manager— (separat: 1Password / LastPass)Vaultwarden inklusive
Remote-Support— (separat: TeamViewer)RustDesk inklusive
DatenstandortMicrosoft-Cloud weltweit, US-Jurisdiktion möglichEure Hardware in Deutschland
Lizenzkosten 50 MA / Jahrca. 7.700 € (Business Standard)0 € pro User; nur Hardware + Wartung
Vendor-Lock-inHoch (proprietäre Formate, M365-Auth)Niedrig: Standard-Protokolle (CalDAV, IMAP, WebDAV)
DSGVO / Auftragsverarbeitungkomplex (DPF, AVV, Sub-Auftragsverarbeiter)trivial — alles auf eurer Infrastruktur
Mobile-ErfahrungTop — etablierte AppsGut — native Apps für alle vier Stacks
Wann passt das?

Wann Self-hosted die richtige Wahl ist — und wann nicht

Datensouveränität ist regulatorisch oder strategisch wichtig
KRITIS-Betreiber, NIS2-Pflichtige, Behörden, Banken, Healthcare. Auch Mittelständler, denen US-Cloud aus Prinzip nicht passt.
Lizenzkosten skalieren über die nächsten 5 Jahre nach oben
Microsoft hebt Preise jährlich an, Self-hosted hat Initial-Invest plus konstante Wartungskosten. Break-Even im 2. Jahr ist normal.
Ihr habt Linux-/IT-Kompetenz im Haus oder einen Partner
Self-hosted heißt: jemand muss das System pflegen. Ohne diese Kompetenz wird das ein Schmerzfall. Mit Modern-Next-Full-IT-Service nehmen wir das ab.
Microsoft-spezifische Workflows sind das Hauptwerkzeug
Wer Power Automate, Power BI, SharePoint Lists als Daten-Plattform nutzt, kann das nicht 1:1 in Nextcloud abbilden. Hier ist M365 oft die ehrlichere Wahl.
Mitarbeiter erwarten Polish auf Microsoft-Niveau
Nextcloud ist gut, aber nicht so geschmeidig wie Outlook nach 30 Jahren UX-Investment. Gegen-Argument: viele Mitarbeiter kennen Nextcloud aus dem Privatbereich.
Sehr kleine Teams (< 10 MA) ohne IT-Ressourcen
Hier ist M365 oder Google Workspace einfach unschlagbar günstig pro Use-Case. Self-hosted lohnt sich erst ab ca. 25 – 30 Mitarbeitenden — vorher ist die Hardware-Grundlast zu hoch pro Kopf.
Vorgehen

Migrationsplan in vier Phasen — typisch 9 Monate.

01
Architektur & Pilot (8 – 10 Wochen)
Hardware-Sizing für eure Mitarbeitendenzahl, Infrastruktur-Aufbau (Proxmox-Cluster oder dedizierte VMs), Erst-Konfiguration aller vier Stacks, Pilot-Migration einer 5 – 10-Personen-Abteilung, Sync- und Mobile-Tests.
02
Schulung & Migrationsplan (4 – 6 Wochen)
Schulungs-Material in eurem Branding, abteilungsweise Kommunikationsplan, Cut-Day-Termine, Schulungs-Workshops vor Ort oder remote. Häufigster Stolperstein: Outlook-Mobile-Sync-Eigenheiten.
03
Migration in Wellen (10 – 14 Wochen)
Pro Welle eine Abteilung, Cut-Day Freitag Mittag. Parallel-Betrieb 3 Monate (M365 read-only, Self-hosted produktiv), dann finaler Cutover und M365-Tenant in Cool-Storage.
04
Hand-over & Dauerbetrieb (4 – 6 Wochen)
Wartungs-Routinen einrichten (Updates, Backups, Monitoring), Tabletop-Notfall-Übung, Übergabe-Dokumentation. Auf Wunsch laufender Betrieb über unseren Full IT Service.

Reale Übersetzung: Bei einem regionalen Energieversorger haben wir innerhalb von sieben Monaten alle 80 Mitarbeitenden von Microsoft 365 auf den Self-hosted Workplace migriert. Backup-RPO von 24 h auf 4 h reduziert, Datensouveränität auf 100 % DE-Rechenzentrum, Mitarbeiter-Akzeptanz nach 4 Monaten bei 78 % „equivalent oder besser". Details: Case Study Energieversorger.

Stolperfallen

Was wir aus echten M365-Migrationen gelernt haben

FAQ

Häufige Fragen zur M365-Alternative

Microsoft 365 Business Standard kostet aktuell ca. 12,90 €/User/Monat — bei 50 Mitarbeitenden also rund 7.700 €/Jahr, über 5 Jahre 38.700 €. Self-hosted (Nextcloud + Vaultwarden + Jitsi + RustDesk) kostet einmalig ca. 8 – 15 k€ Hardware plus 15 – 30 k€ Engineering, danach nur noch Strom und Wartung. Break-Even typischerweise im 2. Jahr.
Nextcloud bietet native Apps für iOS, Android und Desktop (Win/Mac/Linux). Outlook-Anbindung für Mail/Kalender/Kontakte funktioniert über IMAP/CalDAV/CardDAV mit Workarounds für Outlook-spezifische Eigenheiten — das ist der wichtigste Stolperstein und der Grund, warum wir diese Phase mit 6 Wochen Schulung kalkulieren statt 2.
Nextcloud + Collabora Online liefert Online-Bearbeitung von .docx/.xlsx/.pptx im Browser, mit echter Microsoft-Office-Kompatibilität. Für lokale Bearbeitung funktioniert auch LibreOffice oder das parallele Microsoft-Office-Lokal-Paket — Self-hosted heißt nicht Office-Verzicht, sondern nur Cloud-Verzicht.
Alle vier laufen seit Jahren in produktiven Modern-Next-Umgebungen — Nextcloud bei einem KRITIS-Versorger mit 80 MA, Vaultwarden quer durch alle unsere internen und Kunden-Tenants, Jitsi auf einem Cluster für Klinik-Konsultationen, RustDesk als Remote-Support-Werkzeug. Updates kommen wöchentlich bis quartalsweise, Stabilität ist mit M365 vergleichbar — sofern man eine Wartungs-Routine etabliert.
Nein. Die meisten Migrationen starten mit Nextcloud (größter Hebel), gefolgt von Vaultwarden und Jitsi (weniger Schulungsbedarf). RustDesk kann jederzeit dazu, weil er parallel zu TeamViewer existieren kann. Eine gestaffelte 12-Monats-Migration ist häufig sinnvoller als ein Big-Bang.
Nextcloud Talk deckt Chat, 1:1-Calls, Gruppen-Channels, Bildschirm-Teilen und Datei-Sharing ab. Komplexere Teams-Workflows (z. B. interne Bots, Microsoft-Graph-Integrationen) gibt es nicht. Wer Teams als Hub mit Bots und SharePoint-Listen nutzt, sollte das ehrlich abklären — dann ist die Migration größer als nur das Tooling.

30 Minuten Sektor-Check, dann wisst ihr, ob das passt.

Wir hören uns an, was ihr aktuell mit M365 macht, welche Workflows wirklich kritisch sind und welche Mitarbeiter-Erwartungen im Raum stehen. Danach gibt's eine ehrliche Empfehlung — auch wenn die heißt: bleibt bei M365.