3 h 47 minTime to Recovery
0Datenverlust
12 TBwiederhergestellt
0 €Lösegeld
Ausgangslage

Was hat den Wechsel ausgelöst?

02:17 Uhr, Februar 2026 — Ransomware-Trigger in einem mittelständischen Fertigungsbetrieb mit ca. 200 Mitarbeitern. LockBit-Variante, alle Windows-Server (AD, ERP, File-Server, Engineering-Workstations) innerhalb von 30 Minuten verschlüsselt.

Forensik-Auswertung später: der Angreifer war bereits 14 Tage im Netz unterwegs gewesen — klassisches Dwell-Time-Muster mit Aufklärung, Privilege Escalation, Identifikation von Backup-Servern, dann Trigger.

Modern Next betreute den Betrieb seit sechs Monaten im Full-IT-Service. Sechs Monate vor dem Vorfall hatten wir die Backup-Architektur neu gebaut: Immutable Proxmox Backup Server mit Append-Only-Mode, getrennte Credentials, zweite Sync-Instanz am separaten Standort. Diese Investition hat in dieser Nacht alles entschieden.

Architekturentscheidung

Was wurde verworfen, was gewählt — und warum?

Verworfene Alternativen

Gewählte Architektur

Umsetzung

Wie ist es gelaufen?

02:17
Ransomware-Trigger
Verschlüsselung beginnt auf allen Windows-Servern.
02:34
SIEM-Alert
Wazuh erkennt anomale Datei-Aktivität, Alert wird an unsere Bereitschaft eskaliert.
03:05
Engineer eingeklinkt
Modern-Next-Engineer remote auf das System, Lage erfasst, Geschäftsführer per Telefon informiert.
03:30
Cluster isoliert
Alle externen Verbindungen gekappt, betroffene VMs heruntergefahren, sauberer Sub-Cluster für Recovery vorbereitet.
04:15
Forensik-Snapshots
Ceph-Snapshots aller verschlüsselten Disks gezogen — Beweismaterial gesichert, bevor restauriert wird.
04:30
Recovery-Plan freigegeben
Geschäftsführer-Briefing, Reihenfolge der Wiederherstellung definiert (AD zuerst, dann ERP, dann File-Server).
04:45
Restore aus PBS gestartet
Erste 6 produktive VMs aus Immutable-Backup in den sauberen Sub-Cluster wiederhergestellt.
05:30
Erste Integritäts-Checks
AD funktioniert, ERP-Datenbank antwortet, Test-User-Logins erfolgreich.
06:04
Produktion online
Alle kritischen VMs laufen, Mitarbeiter konnten ab 07:00 Uhr arbeiten.
Messbare Ergebnisse

Was hat sich verändert?

KennzahlVorherNachher
Time to RecoveryIndustriestandard: 21 Tage3 h 47 min
DatenverlustRisiko: Wochen an Transaktionen0 (letzter Backup 4 h alt, Logs zur Lückenfüllung)
Wiederhergestellte Daten12 TB
Produktion am nächsten WerktagRisiko: Tage Stillstand100 % verfügbar
Lösegeld bezahltgeforderter Betrag: 1.8 Mio €0 €
Versicherungs-Schadenmeldung(geschätzter Worst-Case 8-stellig)≈ 80 k€ (Engineering, Forensik, ein Tag Verzögerung)
Lessons Learned

Was wir das nächste Mal anders machen würden

Ähnliches Vorhaben? 30 Minuten reichen für ein erstes Bild.

Wir hören zu, stellen die richtigen Fragen und sagen ehrlich, ob wir der passende Partner sind. Kostenfrei, unverbindlich.

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