Was bedeutet Hyperconverged Infrastructure?

Klassische Rechenzentren trennen Compute (Server-Rack) und Storage (separates SAN oder NAS) — jede Schicht hat eigene Hardware, eigene Wartung und eigenen Failover. Hyperconverged Infrastructure (HCI) löst diese Trennung auf: jeder Knoten kombiniert CPU, RAM und lokalen Storage; eine verteilte Storage-Schicht (Ceph, vSAN, StorPool) macht aus diesen lokalen Disks einen gemeinsamen Pool.

Vorteile: lineare Skalierung (mehr Last → mehr Knoten, gleicher Architektur-Footprint), reduzierte Hardware-Komplexität (keine Fibre-Channel-Switche, keine separaten Storage-Controller), und meist deutlich niedrigere Lizenzkosten gegenüber Enterprise-SAN-Setups. Nachteile: weniger Tuning-Spielraum für Spezialfälle (z. B. Datenbanken mit extremem IOPS-Bedarf) und höhere Anforderungen an Netzwerk-Bandbreite zwischen den Knoten.

Im Open-Source-Stack ist die Standard-Kombination Proxmox VE + Ceph: drei oder mehr Knoten mit 25-/100-GbE-Mesh, NVMe-OSDs, getrennten Replikations-Netzen. Modern Next dimensioniert HCI-Cluster mit Reserve für mindestens einen Knotenausfall plus Re-Balancing — typischerweise 33 % Buffer, abhängig von der Replikationsstrategie.

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