Was bedeutet Ceph?

Ceph wurde 2003 an der University of California entwickelt und gehört heute zur Cloud Native Computing Foundation. Drei Schnittstellen teilen sich denselben Object-Store (RADOS): RBD liefert Block-Devices an Hypervisoren, CephFS einen POSIX-Dateisystem-Mount, und RGW eine S3- bzw. Swift-kompatible Objektspeicher-API.

Der zentrale Vorteil ist die Replikation und Self-Healing-Fähigkeit: Fällt ein Knoten aus, verteilt der Cluster die fehlenden Repliken eigenständig auf die verbliebenen Knoten. Das Daten-Placement bestimmt der CRUSH-Algorithmus deterministisch, ohne zentralen Metadaten-Knoten — das macht Ceph horizontal skalierbar bis in den Petabyte-Bereich.

Im Proxmox-Kontext liefert Ceph den Storage-Backbone für Live-Migration und HA: Eine VM kann ohne Datenverlust auf jeden anderen Knoten umziehen, weil ihre Disks für alle Cluster-Mitglieder gleichzeitig erreichbar sind. Modern Next dimensioniert Ceph-Cluster typischerweise mit drei bis fünf OSD-Knoten je 6–12 NVMe-OSDs, für mittelgroße Betriebe genug Reserven inklusive 33-%-Buffer für Re-Balancing nach Knotenausfall.

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