Was bedeutet 3-2-1-1-Regel?

Die 3-2-1-Regel war der jahrzehntelange Standard für Backup-Strategien: drei Kopien, zwei Medien, eine offsite. Mit dem Aufkommen von Ransomware reicht das nicht mehr — angreifbare Online-Backups werden zur Erstziel und sind dann nutzlos. Die erweiterte 3-2-1-1-Regel ergänzt deshalb eine vierte Forderung: mindestens eine Kopie muss immutable oder physisch offline sein.

Praktisch heißt das in einem typischen Setup: produktive VM auf Proxmox-Cluster (Kopie 1), tägliches Backup auf den Proxmox Backup Server (Kopie 2), wöchentliche Replikation in einen Offsite-S3-Bucket (Kopie 3), und ein Tape- oder S3-Object-Lock-Snapshot mit 30 Tagen Compliance-Retention (Kopie 4 — immutable).

Wichtig: Die Regel ist eine Mindestanforderung, kein Maximalwert. Für regulierte Branchen (Banken, Gesundheit, KRITIS) und für besonders sensible Daten kommen längere Retentions, mehrere Standorte oder zusätzliche air-gapped Tape-Generationen hinzu. Modern Next legt den Restore-Plan zu jedem Backup-Konzept dazu — ohne geübten Restore ist auch das beste Backup nutzlos.

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